• Mechthild Reitz

Veranstaltungen 2011- Berichte


GUT BESUCHTE BEZIRKSVERSAMMLUNG IN MÜNCHWEILER Versammlungen, zudem noch von einer Satzung vorgeschrieben, sind meist recht trockene Veranstaltungen. Die diesjährige Bezirksversammlungen des Zuchtbezirks jedoch war ebenso gut besucht wie durch Diskussionen lebhaft und durch verschiedene Referenten interessant. Trotz des frühlingshaften Wetters kamen über 60 Züchter, Reiter und Gäste in die Klostermühle nach Münchweiler an der Alsenz. Vom jüngsten Nachwuchs, für den Eliza Tressler eine reiterliche Pause eingelegt hatte, bis zum Seniorchef des Gestüts St. Stephan, Eberhard Schneider, waren unterschiedliche Generationen vertreten.

"Eine besondere Freude ist es für uns, 18 neue Mitglieder in unserem Zuchtbezirk begrüßen zu können", eröffnete der Bezirksvorsitzende Manfred Lessenich die Versammlung mit einem Rückblick auf das Jahr 2011. Wie in unserem Zuchtbezirk Tradition, wurden im Rahmen dessen besonders erfolgreiche Züchter und Reiter geehrt.

Für die Freunde aus Luxemburg war 2011 ein außerordentlich erfolgreiches Jahr. Sie stellten mit der Schimmelstute Nardin Royal Blue v. Guzzi (Jens Thorsen, Niederpallen) die beste der vierjährigen und älteren Stuten und mit Flower Power v. Hibiskus (Tania Hoffmann, Contern) die dreijähige Siegerstute der zentralen Stuteneintragung. Zudem hat Flower Power die Stutenprüfung mit der höchsten Wertnote aus unserem Zuchtbezirk abgelegt.

Besondere Erwähnung fanden die Stuten Palma B v. Waitaki (Graciela Bruch, St. Wendel) und Kristall v. Shavalou (Hermann Anhäuser, Alzey), die beim freiwillig zu absolvierenden Freispringen zu den besten ihres Jahrgangs deutschlandweit gehörten.

Einen Doppelerfolg konnte auch der renommierte Züchter Willi Schneider aus Laubach verbuchen. Er stellte sowohl das höchst bewertete Hengstfohlen (v. Chardonnay), als auch das höchst bewertete Stutfohlen (v. Sidney Bay) ?Ein Fohlen mit einer solch herausragenden Gesamtqualität wie dieses Stutfohlen des jungen Vererbers Sidney Bay bekommen wir nur selten zu sehen" begeisterte sich Manfred Lessenich.

Voller Stolz nahm Diana Grün ihre Urkunde entgegen für Polarzar v. Distelzar, den bereits dritten gekörten Hengst aus ihrer Zucht, den die Besitzerin Andrea Wicki-Mäder nun wieder in Rheinland-Pfalz, im Gestüt St. Stephan in Framersheim aufgestellt hat.

"Es ist schon toll, wie viele Reiterinnen und Reiter in jedem Jahr wieder zahlreiche Erfolge auf Trakehner Pferden erringen konnten" freute sich auch die stellvertretende Vorsitzende Cornelia Götsch, die über die sportlichen Ereignisse des Jahres berichtete. Über 150 Pferde haben die Trakehner Farben mit Turniererfolgen vertreten. 21 Pferde mit Erfolgen in Klasse S, davon 5 sogar in Grand Prix.

Eliza Tressler mit Archimedes

Britta Rathje mit Bernardo

Rikke Svane mit dem gekörten Finkenstein

Trägerin des goldenen Reitabzeichens Kim Pfeiffer

Sogar in der Sparte Fahren waren große Erfolge zu verzeichnen. Mit viele Applaus wurde Frank Schiltz aus Luxemburg begrüßt, dessen Pferd Gilberto Gold das erfolgreichste Trakehner Fahrpferd 2011 war. Den zweiten Teil der Versammlung eröffnete Walter Müller, vielen noch bekannt als Besitzer des Hengstes Mahagoni und Rechnungsprüfer für den Trakehner Verband und die Trakehner GmbH. Im vergangenen Jahr hatte anläßlich der Mitgliederversammlung in Rodgau eine Gruppe von Besitzern größerer Gestüte in einem sogenannten offenen Brief verschiedene Veränderungen im Verband und der Vermarktungsgesellschaft Trakehner GmbH angeregt. Im Auftrag der Verbandsmitglieder wurde ein Ausschuß gegründet, der diese Anregungen ausarbeiten und den Mitgliedern Bericht erstatten sollte. Als Angehöriger dieses Ausschusses stellte Walter Müller Vorschläge zur Strukturveränderung im Trakehner Verband und der Trakehner Gesellschaft vor, die bei den Besuchern der Bezirksversammlung auf große Zustimmen stießen.

Dr. Hans Becker vertrat den derzeitigen geschäftsführenden Vorstand. Gemäß seinen Ausführungen bleibt es abzuwarten, ob der geschäftsführende Vorstand zumindest einige der guten Vorschläge der "Rodgau-Gruppe" umsetzen wird.

Da für die Züchter und Reiter verbandsorganisatorische Themen nicht unbedingt vorrangig sind, sondern vor allem das Trakehner Pferd im Mittelpunkt steht, wurde der Vortrag von Körkommissar Dr. Hans-Peter Karp mit großem Interesse verfolgt. Eloquent und praxisnah betonte Dr. Karp die Gewichtung der Doppelveranlagung unserer Pferde anhand des Körjahrgangs 2011, unterstützt von Diana Grün, die seinen Vortag mit Videoaufnahmen unterlegte. Beim anschließenden Abendessen, bei dem die neusten Anpaarungsideen ausgetauscht und gefachsimpelt wurde, klang der Tag gemütlich aus.

#Bezirksversammlung #Zucht

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