• Mechthild Reitz

Pferd des Monats Dezember: *** Pakuna *** - manchmal ist Weihnachten auch schon vorher


Pakuna

(indonesisch und heißt übersetzt: Spitze)

- treffender hätten wir den Namen wohl im Nachhinein nicht wählen können

Da meine Stute Painter´s Sun v. Hofrat u. d. St.Pr., Pr. u. E.St. Painter´s Moon

leider im Alter von 12 Jahren nicht mehr reitbar war, beschlossen wir, mit ihr ein Fohlen von

Phlox zu ziehen.

Glücklicherweise verliefen Trächtigkeit und auch die Geburt komplikationslos, und somit kam Pakuna

am 15.04.2017 auf die Welt.

Ein hübsches braunes Stuhlfohlen, von Anfang an sehr neugierig, mutig und temperamentvoll, im Umgang überaus zugänglich und kontaktfreudig.

Das Glück schien perfekt, die Kleine entwickelte sich prächtig und tobte voller Lebensfreude mit ihren

Fohlenfreunden über die Koppel. Umso größer war der Schock, als sie am Abend des 17. Juni auf drei Beinen stehend, nur unter größter Mühe, in die Box gebracht werden konnte. Äußerliche Verletzungszeichen waren

nicht zu sehen, das Röntgenbild zeigte dann aber einen großen Spiralbruch des Oberarmknochens.

Nach Rücksprache mit mehreren Tierkliniken war aufgrund des Ausmaßes und der Lokalisation des Bruches einheitlich von einer Operation abgeraten worden und da es keine andere Behandlungsmöglichkeit gab,

sollte Pakuna eingeschläfert werden, ein Albtraum für uns Alle.

Nach Gabe eines Schmerzmittels vertagten wir die Entscheidung bis zum anderen Morgen. Aber wie durch ein Wunder gelang es der Kleinen, unter kompletter Entlastung des gebrochenen Beines alle 3 Stunden aufzustehen

und zu trinken. Danach legte sie sich wieder hin und fraß ihr Heu im Liegen.

Da sie so einen enormen Lebenswillen zeigte und sich mit Hilfe des Schmerzmittels mit der Situation

gut arrangierte, beschlossen wir den Heilungsverlauf abzuwarten.

Es war erstaunlich, wie ruhig, geduldig und geschickt sie im Verlauf auf drei Beinen durch die Box hüpfte und allmählich immer munterer wurde. Auch die Mutterstute aktzeptierte die Boxenhaft ganz brav und gelassen.

Natürlich habe ich jede freie Stunde für einen Besuch genutzt, sie mit Streicheleinheiten verwöhnt, geputzt und gefüttert und dadurch einen sehr intensiven Kontakt zu ihr aufgebaut. Der ganze Stall und vor allem auch die Züchterin meiner Stute haben uns da