• Autor: Mechthild Reitz

Bericht und Impressionen - Zuchtbezirksversammlung vom 17.02.2018


Zuchtbezirksversammlung vom 17.02.2018

Dieses Mal fand die Jahreshauptversammlung im Hotel „Bergschlösschen“ in Simmern im Hunsrück statt, gut erreichbar über die A 61 und B 50.

Leider stand die Veranstaltung ganz im Zeichen der aktuellen Grippewelle, des vorhergesagten Schneefalls, der parallel stattfindenden Lehrgängen und den Auswirkungen des Internets…. vor allem letzteres….. einerseits Segen, aber auch manchmal Fluch zugleich.

Letzteres in diesem Fall…. denn gerade diejenigen, die sich vor vielen Jahren noch auf den Weg machten, um auf der Mitgliederversammlung über das Geleistete informiert zu werden und über das Kommende zu erfahren, davon bleibt heute ein Teil zu Hause. Der Informationsfluss findet zunehmend im heimischen Wohnzimmer vor dem Laptop im Word Wide Web statt.

Leider wird dabei vergessen, dass das fachliche Gespräch in gemütlicher Runde nur vor Ort in einem persönlichen Miteinander möglich ist und ein besseres Kennenlernen fördert.

Aber trotz alledem…. 40 Mitglieder fanden dennoch den Weg und über die haben wir uns sehr gefreut!

Nun zur Sitzung selbst:

Cornelia Götsch führte in ihrer Funktion als Vorsitzende, nach der Eröffnung und dem Totengedenken, begleitet mittels Bilderbogen durch den Jahresrückblick 2017:

Die Bezirksversammlung 2017 mit den Neuwahlen, die Zentrale Stuteneintragung im Landgestüt Zweibrücken, die Highlights vom Trakehner Bundesturnier mit erfolgreicher Fohlenauktion, die Stationen der Brennreise, das Fohlenchampionat, die Landesstutenschau in Standenbühl und den Hengstmarkt in Neumünster.

Urkunden für besondere züchterische Leistungen ergingen in verschiedenen Sparten an:

  • Siegerstute der Zentralen Stuteneintragung 2017

  • v. Marseille – Cadeau

  • Z./B.: Cornelia Götsch, Albig

  • Beste der 4-jährigen und älteren der Zentralen Stuteneintragung 2017

  • v. Hancock – Lagunas xx

  • Z./B.: Manfred Lessenich, Fronrath

Die Zuchtstätte Trakehnergestüt Lindenhof am Berg schaffte im nachfolgenden Bereich etwas Besonderes – sie vollbrachte das Double, denn sie stellte in beiden Sparten jeweils Platz 1. Vor allem bei den Hengstfohlen, wurde ein Youngster von allerhöchster Ausnahmebonität präsentiert. Dieses Fohlen wusste sich ein renommierter Aufzüchter / Hengsthalter auch sofort, vor Ort zu sichern!

  • Das am höchsten bewertete Stutfohlen der Brennreise 2017

v. Honoré Du Soir – Summertime (58,5 P.)

Z./B.: Trakehnergestüt Lindenhof am Berg, Diana Grün, Gielert

und

  • das am höchsten bewertete Hengstfohlen der Brennreise 2017

v. Millennium – Angard (62,5 P.)

Z./B.: Trakehnergestüt Lindenhof am Berg, Diana Grün, Gielert

Die Plätze 2 - 4 betrafen:

Fohlenchampionat Rheinland-Pfalz, Saarland, Luxemburg: Sieger der Klasse Hengstfohlen

v. Hirtentanz – Tivano

Z./B.: Pia Elger,

Auch in diesem Bereich etwas sehr, sehr Schönes, denn es gelang einer Neu-/Jungzüchterin mit ihrem ersten selbst gezogenen Fohlen, auf Anhieb den Sieger zu stellen!

Fohlenchampionat Rheinland-Pfalz, Saarland, Luxemburg: Siegerin der Klasse Stutfohlen

Sf. v. Impetus – Sidney Bay

Z./B.: Trakehnergestüt Schneider, Willi Schneider, Laubach

Verbandsprämienstute:

Moonstruck v. C´est Bon – Hertug

Z./B.: Gestüt Pallerhaff, Jens Thorsen, Luxemburg

Tamina v. Impetus – Biotop

Z./B.: Christine Hauter, Andernach

Gianduja v. Tarison – Beg xx (aufgrund ihrer sportl. Eigenleistung)

Z./B.: Dr. Brigitte Westbrock, Worms

Elitestute:

Pr.St. Acelya v. E.H. Polarion - Lonely Boy xx

Z./B.: Bernd Eisenmenger

Erfolgreichstes Pferd:

Dalera BB v. Easy Game – Handyrk

Z: Silke Druckenmüller

Im Anschluss zeichnete Herr Dr. Nebe die Züchter der Stuten aus, die im vergangenen Zuchtjahr die Bedingungen zum Erhalt der Staatsprämie erfüllten:

Christine Hauter, Andernach für

Tamina v. Impetus – Biotop

Trakehnergestüt Schneider, Willi Schneider, Laubach für

Uthopa v. Sidney Bay – Guy Laroche

Ergänzend informierte er über folgenden Sachstand:

  • Die Bedingungen zum Erhalt der Staatsprämie wurden insofern geändert, dass die Altersgrenze der Stute von 8 auf nun 10 Jahre erhöht wurde. So haben künftig auch die im Sport startenden Pferde, ausreichend Zeit ihr Fohlen zu bekommen – eine Kombination von Zucht und Sport ist damit eher möglich.

  • Eine Stute kann derzeit u. a. nur dann die Staatsprämie erhalten, sofern sie nicht mit dem Schenkelbrand versehen ist. Eine Änderung dieses Vorbehalts ist auch weiterhin nicht abzusehen.

  • Der Heißbrand ist ab 2019 nicht mehr zulässig.

Desweiteren erhielt die Staatsprämie vom Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz des Saarlandes

das Gestüt Welvert, Graciela Bruch, St. Wendel für

Painter´s Wolga v. Waitaki - Painter´s Row xx

Marion Drache, zweite stellv. Vorsitzende des geschäftsführenden Vorstands, referierte im Anschluss über die derzeit aktuellen Themen innerhalb des Trakehner Verbands:

- Sachstand Siegerhengst 2017

- Kolloquium Zucht: Es wurden im Wesentlichen fünf Kernthesen beschlossen

1.) Bekenntnis zur Reinzucht

2.) Bekenntnis zum Spitzensport

3.) Kein Ausscheren bei der Hengstleistungsprüfung

4.) Bildung eines Ausbildungsfonds - initiiert nach dem Prinzip eines Konsortiums

5.) Überarbeitung des Zuchtprogramms mit klarem Bekenntnis zur Basis

(Hand in Hand mit dem Züchter)

- Neuauflage des GP-Programms – Erweiterung der Aufnahmebedingungen,

- Logistik bzgl. TG-Samenankauf diverser Anglo-Araber,

- die Fortführung der Sichtungsinitiativen sowie

- über die Roadshow 2018 mit dem Schwerpunktthema „Wege zur Unterstützung der Züchter bei der Vermarktung“

- Verbot des Schenkelbrands ab 2019 – Sachstand über die Teilnahme an der aktuellen

Studie zur Schmerzausschaltung beim Brennvorgang

- Anerkennung zum UNESCO Weltkulturerbe Trakehner?

Es folgten Kurzinfos von

  • Dr. Brigitte Westbrock über die sehr erfreulichen Ergebnisse der sportlichen Repräsentanten unserer Trakehner sowie

  • Konrad Ranzinger, als Vertreter des Zuchtbezirks in Frankreich, über die streckenintensive Brennreise von mehr als tausend Kilometer zur Registrierung von 5 Fohlen sowie die Route d´Etalons und ihren Angloarabern. Außerdem stellte er ausführlich Genreserven aus Frankreich vor.

  • Mechthild Reitz, über den aktuellen Sachstand der Pachtstutenbörse, über die seit 2017 neu geschaffene Homepage und den Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Vor allem durch die Internetpräsenz und die stattfindende Pressearbeit bei Facebook usw. ist es gelungen die MARKE Trakehner in der öffentlichen Wahrnehmung, auch über Landesgrenzen sowie außerhalb des Zuchtverbands hinweg zu positionieren. Dies macht sich z. B. bei der Nachfrage von Verkaufspferden aus unserem Zuchtbezirk bemerkbar.

Nach jahrelanger Abstinenz des Zuchtbezirks im Bereich der Jungzüchterarbeit können wir auch hier Erfreuliches verzeichnen. Sabine Heinzkill, Vorstandsmitglied seit 2017, organisierte als neue Jungzüchterbeauftrage die Teilnahme an 9 Aktivitäten, die mit Fotos untermalt wurden. Zum Abschluss des Jahres fand zudem ein Jungzüchterseminar in Kooperation mit dem Gestüt Welvert mit Fokus Freispringen statt. Hier konnten 13 Teilnehmer begrüßt werden. Ein kleiner Ausblick auf 2018: Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft der Trakehner Jungzüchter in Biebelried (Bayern) mit einer Mannschaft und 2 Einzelstartern.

Im Anschluss erfolgte in Kurzfassung der Kassenbericht durch Thomas Schmitt sowie durch Gabriele de Vries die Vorstellung des nun möglichen Sponsorenpakets.

Ab sofort bietet der Zuchtbezirk Unternehmen (Hengststationen, Autohäusern, Futtermittellieferanten, Versicherungsagenturen), aber auch Privatpersonen, Zuchtgemeinschaften o. ä. die Möglichkeit, durch eine Platzierung von Text und/ oder Logo auf der Homepage ihre jeweilige Firma oder Zuchtstätte zu bewerben. Auf der zusätzlich errichteten Sponsorenseite erfolgt zudem eine Kurzpräsentation des jeweiligen Förderers mit Kontaktdaten und Verlinkung zur ggf. eigenen Webseite. Des weiteren findet das besondere Engagement Erwähnung bei allen größeren Veranstaltungen in Flyern, Programmheften, Plakaten usw.! Durch eine solche Unterstützung wäre ein intensiverer Ausbau von Zucht, Sport und Jugendförderung in unserer Region möglich!

Danach folgte der gemütliche Teil des Abends.

25 Züchter blieben bis spät in die Nacht und verbrachten bei Speis und Trank einen wahrlich sehr, sehr schönen Abend!

#Zuchtbezirksversammlung