• Autor: Mechthild Reitz

Bundesweite Trakehner Pachtstutenbörse: Tamiko und das Wörtchen "eigentlich"


Denn mit diesem Wort fing schon alles an und der Ausdruck wurden prägend für den gesamten weiteren Verlauf.....

denn eigentlich wollte die in keinster Weise in der Zucht bewanderte Besitzerin Nicole Gillessen

Tamiko

v. Monteverdi u. d. St.Pr.St. Taukenischken v. Kasparow

verkaufen und

veröffentlichte eine entsprechende Anzeige in dem Verkaufspferdeportal "ehorses".

Maris Dahmen, Ersatzdelegierte aus dem Zuchtbezirk Rheinland, entdeckte die Annonce, kannte Tamiko seinerzeit aus der Amtszeit ihres Vater und von der damaligen Fohlenschau.

Sie rief spontan die Eigentümerin an, stellte sich vor und berichtete ihr, dass diese Stute "eigentlich" viel zu wertvoll sei, um "nur so" verkauft zu werden. Maris Dahmen erzählte Nicole Gillessen von der Pachtstutenbörse .... und jene fing tatsächlich an, sich mit dem Gedanken zu beschäftigen und immer mehr, hieran Gefallen zu finden.

Die Idee, dass die Stute ein Fohlen bekäme, sie immer noch Eigentümerin bliebe und eigentlich.... ja, doch..., das wäre sehr reizvoll.... aber...

- wie soll man das regeln?

- was ist, wenn was passiert?

- welcher Interessent ist der Richtige, denn sie kannte doch überhaupt keine Züchter?

Frau Gillessen suchte stets den Kontakt zum Team der Pachtstutenbörse, kommunizierte ihre "wenns und aber" und immer wieder bekam sie mit auf den Weg "Hören Sie auf IHR Bauchgefühl! SIE geben etwas Wertvolles ab und jemand anderes erhält diesen Wert. Sie werden es merken, wenn der richtige "Partner", der ihre Stute schätzt, für SIE dabei sein wird."

Vielleicht eine etwas einfache Aussage, aber eigentlich ist es genau so.

Niemand wird einem Interessenten seine Stute verpachten, bei dem er das Gefühl hat, dass

- dieser sein Pferd nicht sachgemäß behandeln würde

- das zwischenmenschliche Miteinander nicht zusammen passt

- jemand offensichtlich unseriös ist

usw. usw.

10 Züchter signalisierten Begehrlichkeiten auf diese Stute.

Ihre Wahl fiel auf

die ZG Daenecke / Schwarz aus Schackensleben (Neue Bundesländer), denn hier gab es für Frau Gillessen kein eigentlich, Vater und Tochter absolut nett, direkt auf Augenhöhe, die Gegebenheiten für Tamiko im neuen Stall - für sie wunschgemäß. Unerwarteterweise ist für sie nun sogar eine Situation entstanden, dass sie sich fast darüber "freut", für Tamiko diese guten Hände gefunden zu haben.

Nun zu den Interessenten:

Die ZG Daenecke hat 1995 eher zufällig mit ihrer Trakehnerzucht begonnen, betreiben sie jetzt aber über 20 Jahre mit Überzeugung.

Da sie in diesem Jahr nur eine Stute aus ihrem eigenen Bestand belegen lassen möchten, gerne aber jenen zudem durch eine zweite Linie verstärken lassen wollten, entstand die Idee nach einer weiteren Stute in der Pachtstutenbörse Ausschau zu halten.

Tamiko gefiel ihnen aufgrund ihrer sympatischen Ausstrahlung auf Anhieb. Die Kombination von Abstammung und der seinerzeitigen Fohlenbewertung intensivierte das Interesse.

Für beide, sprich Vater und Tochter war stets klar, ein persönliches Kennenlernen von Pferd und Besitzer ist für sie unabdingbar.

Der telefonische Telefonat war freundlich, harmonisch und der positive Eindruck von Papier und Internet wurde zudem vor Ort bestätigt.

Einer vertraglichen Besiegelung stand somit nichts mehr im Wege!

Auch die Hengstwahl ist bereits vollzogen:

Karolinger I soll es wohl werden.

Der Trakehner Verband sowie der Zuchtbezirk Rheinland-Pfalz, Saarland, Luxemburg wünschen der ZG Daenecke / Schwarz alles, alles Gute und das erhoffte Stutfohlen 2019!!!!

#Pachtstutenbörse

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