• Mechthild Reitz

Pferd des Monats Mai: Basciro Blue v. Shapiro - sportbetontes Pedigree und ein Charmeur erster Klass


Basciro Blue – eigentlich sollte kein Pferd mehr einziehen

Ich hatte viele Jahre Pferde, aber schon lange keine Zeit mehr zum Reiten und es war klar, dass nach unseren beiden Rentnern kein Pferd mehr einziehen sollte. Unser letztes Pferd, der unvergessene El Manchado, ein halber Trakehner, starb 2015 im Alter von 31 Jahren, nach über 27 Jahren an meiner Seite und somit waren mein Mann und ich pferdelos.

Das war so geplant. Aber Pläne können sich ändern und es kam alles ganz anders.

Wir stehen einer jungen talentierten Vielseitigkeitsreiterin nahe, die ein Nachwuchspferd zum selbst ausbilden wollte. Wir beschlossen, ein Pferd zu kaufen und es ihr zur Verfügung zu stellen. Es sollte nicht ‚unser Pferd’ werden, sondern ein reines Sponsoring Projekt. Keine Emotionen, alles ganz rational.

Wir begaben uns auf die Suche und waren nicht auf eine Rasse festgelegt. Im März 2016 war die Reiterin zu einem Lehrgang in Luhmühlen und rief mich an „Du, hier in dem Stall, in dem meine Pferde untergebracht sind, steht ein kleiner Trakehner“. Er war erst 4, eigentlich zu jung. Er war gerade mal an Sattel und Reitergewicht gewöhnt, man konnte draufsitzen, wenn er geführt wurde ... eigentlich zu grün.

Sie schickte das Pedigree... ein Sohn von Shapiro

aus der Belle Epoque von Partout. Er entstammt der

Stutenfamilie der Ballyvergin Lady xx, GP Verpaarung,

war als Fohlen hochbewertet, dunkel und schick. Und

mit ganz langen Ohren. Ein Außenseiterkandidat, aber