• Mechthild Reitz

Pferd des Monats Dezember 2018: CAMBOURA - Rasse zeigt Klasse!


Erfolgreicher Nachwuchs in der Königsdisziplin

C A M B O U R A - Rasse zeigt Klasse!

Im diesem Monat möchte ich, Katharina Maria Behnert, Ihnen etwas über mich und meiner Stute erzählen.

Alles fing damit an, dass Camboura (gezogen aus Carolina II x Tambour) mit 6 Jahren aus Friedewald von der Züchterfamilie Kessler bei meinem jetzigen Trainer, Martin Danner im Frühjahr 2014 eingestallt wurde.

Dort sollte sie nun Erfahrung in der Dressur, im Springen und im Gelände sammeln.

Zunächst ritt sie sowohl unsere derzeitige Auszubildende als auch Martin Danner, um ihre Skala der Ausbildung zu erweitern. Nach einer Trainingseinheit sprach unsere Auszubildende mich aus Spaß an, ob ich nicht noch ein Pferd im Stall gebrauchen könne, sie sei immerhin genauso „durchgeknallt“ und aufgeweckt wie ich. Den direkten Beweis lieferte sie mir kurz darauf, als wir ihr die Füße abspritzten und ich sie festhielt, während Camboura plötzlich mit mir quer über den Hof galoppierte. Ich lachte, doch zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass sie einmal meine Stute sein würde, denn ich hatte ja schon genug mit meinen Pferden Zuhause zu tun.

Doch leider sollte alles anders kommen als gedacht, meine damalige Schimmelstute galt plötzlich als sportlich untauglich. Sie litt unter einer Strahlbeinentzündung, einem Sehnenschaden und einer fortgeschrittenen Hufrollenentzündung (irreparabel). Somit verschrieben wir ihr ein ruhiges Rentnerdasein bei meiner Oma und meinem Opa. Nun fehlte mir meine Wegbegleiterin und ich sehnte mir eine neue Fellnase herbei.

Nach ein paar Wochen entstand ein spontanes Probereiten auf der kürzlich kennengerlenten, verrückten Rappstute. Sie bewies eine fleißige, temperamentvolle aber bestimmte Art und auch den für mich typischen ''Trakehner-Dickkopf''. Ich denke es sollte einfach so kommen, die Chemie zwischen dieser liebenswerten Stute und mir war perfekt.

Somit wechselte sie im Herbst desselben Jahres (trotz gespaltener Meinungen zwischen Oma & Opa) in den Besitz der Familie Behnert.

An dieser Stelle möchte ich mich kurz bei meiner Oma und meinem Opa bedanken, die mir das Zusammenleben mit den Pferden in diesem Rahmen bis heute ermöglichen.

Wir gingen alles zunächst entspannt an, zuerst lernten wir uns in der täglichen Dressurarbeit näher kennen, bis wir nach circa einem Vierteljahr die ersten Stangensprünge erfolgreich überwanden.

Daraufhin war unser beidseitiges Vertrauen gefestigt und wir verbesserten uns stetig, bis wir uns das erste Mal zu einem Training auf der hofeigenen Geländestrecke einließen.