• Autor: Stefan Louis, Horst Frere

Pferd des Monats Januar 2019: Hot Spot - mitten ins Herz..... v. All Inclusive - Freudenfest


Dieser Beitrag freut uns ganz besonders, zückten hier doch gleich mehrere Beteiligte ihre Feder:

Aufzüchter und Verkäufer Horst Frere, Neckarsteinach sowie der heutige glückliche Besitzer Stefan Louis, Kaiserslautern

Hot Spot habe ich, Horst Frere, 2011 zusammen mit Hella Kuntz als Absetzer von Fabian Hage erworben.

Hella hatte seine Mutter Hannah VI v. Freudenfest bereits auf dem Bundesturnier, damals noch in Neustadt/Dosse, geritten und war hoch platziert. Aufgewachsen ist er im Stall Ramsbrock, Menslage in einer großen Herde mit circa 50 Junghengsten.

Im Alter von 3 Jahren wurde er bei Hella angeritten. Hellas Vorliebe ist die Dressur, nur das war nicht seine große Liebe. Allerdings konnte man damals bereits erkennen, dass seine Neigung mehr in Richtung Springen und Vielseitigkeit gehen könnte. Deshalb übernahm ich ihn ganz und schickte ihn in einen bekannten Vielseitigkeitsstall zur weiteren Ausbildung. Sein überschäumendes jugendliches Temperament lies leider keine vernünftige Arbeit zu.

Kommentar des Ausbilders: Wenn ich den arbeiten will, muss ich ihn eine halbe Stunde galoppieren, aber dann ist er platt. Nach einigen Besuchen im dortigen Stall war mir klar: das wird nichts, der muss in Frauenhände.

Durch diverse Empfehlungen wurde ich auf Frau Kerstin Müller aufmerksam, die früher bereits Skatman , auch kein Kind von Traurigkeit, und Tabaluga geritten hatte. Glücklicherweise war sie bereit ihn zu übernehmen und nach kurzer Zeit waren bereits erste Fortschritte zu erkennen. Er war noch immer keine Schlafmütze, ließ sich aber deutlich besser regulieren, so dass 2016 erste kleine Springprüfungen in Angriff genommen werden konnten. Aber er sollte ja Geländeprüfungen gehen, deshalb war die Rennwiese in Zweibrücken zum Üben genau richtig. Es war nicht gerade ermutigend Frau Müller bis an die Knie im Wasser stehen zu sehen, aber keinen Spruch zu finden, der ihn ermutigte das gleiche zu tun. Als er es dann endlich geschafft hatte, sein Herz voran zu werfen, war der Bann gebrochen und es ging zügig voran.

Einen weiteren Schub an Sicherheit brachte für Reiterin und Pferd der Lehrgang in Warendorf.

Seit September 2017 belegte er im Stil Geländereiten und Geländepferdeprüfungen 1x Platz 4, 2x Platz 3, 1x Platz 2 und 3x Platz 1.

Bewundert habe ich immer sein Kämpferherz und die riesige Galoppade. Im Gelände gab es von ihm kein Stoppen oder Zaudern.

Horst Frere, Dezember 2018

Eigentlich begann alles mit der Suche nach einem Trakehner für meinen Sohn Robin.

Diese gestaltete sich äußerst schwierig, da er 1,92m groß ist und die meisten Trakehner bei e-horses zu klein waren (wir sind Trakehner verrückt seit Robin im Gestüt Elmarshausen und Webelsgrund gearbeitet hat, wo wir auch Donauzauber, einen Heuberger Nachkommen gekauft haben).

Deshalb erwarben wir einen Hannoveraner für ihn. Trotz gefundenem Pferd schaute ich gelegentlich gezielt bei den Trakehnern, was so alles angeboten wurde. Beim durchforsten bei e-horses fand ich dann Hot Spot, der bei uns um die Ecke stand.

Sofort angerufen, Rücksprache mit meiner Frau Nicole, 2 Std. später standen wir bei Kerstin Müller auf dem Hof. Eigentlich wollte ich mir gar kein Pferd mehr kaufen, ich hatte doch vor mehr als 20 Jahren aufgehört mit dem Reitsport.

Meine Fahrschule und mein Hobby Moto Cross/Enduro fahren erlaubten mir kein 2. Hobby.

Ab und zu reite ich Donauzauber, den Trakehner meiner Frau.

Aber schon nach 20 Minuten auf dem Rücken von Hotti war es passiert. Dann noch die ersten Sprünge unter Kerstins Anleitung, ging er mir nicht mehr aus dem Kopf.

Zwei Woche Probereiten, gekauft!

Vier Wochen später meine erste Geländeprüfung E beim WBO-Turnier in Walzhausen, gleich ein siebter Platz, das E-Springen war auch gut gelaufen. Ohne Fehler, aber auch ohne Platzierung. Am Stil muss ich noch arbeiten.

Mein letzter Turnierstart ist immerhin schon 23 Jahre her. Jetzt hieß es erstmal Reitausweis wieder beantragen.

Etwas später auf dem heimischen Turnier Fröhnerhof bin ich dann bei einem A-Springen und A**- Springen mit unseren beiden Pferden gestartet.

Ja, ja,der Stil, mein altes Problem.

Beim A** hatte ich drei Abwürfe, ich muss noch viel üben und trainieren, aber mein Pferd war ein Glücksgriff. Er passt zu mir. Es gibt kein besseres. Ich liebe ihn, er macht alles für mich. Wenn er meine Stimme hört, reagiert er sofort und schaut nach mir, vielleicht auch, weil es etwas Leckeres gibt.

Leider wurde ich beim Alsenborner Turnier durch einen Adduktoren-Abriss ausgebremst. Damit kämpfe ich noch immer.

Ende November fiel das Pferd von zwei Töchtern (12 und 14 Jahre) unserer Freunde einen Tag vor dem Reitabzeichen vier aus, spontan stellte ich Hot-Spot zur Verfügung. Mit beiden lief er, nach nur 10 minütigem Training, das dazu gehörige A-Springen fehlerfrei und problemlos.

Jetzt heißt es erstmal vollständig wieder fit zu werden, bis zum Frühjahr ein paar Lehrgänge und Reitstunden absolvieren, um dann in die Turniersaison zu starten.

Für mich persönlich konnte ich kein besseres Pferd finden. Es passt einfach alles. Danke nochmal an Kerstin Müller, für die tolle Ausbildung von Hot-Spot und die super Nachbetreuung von uns.

Stefan Louis

Lieber Stefan Louis,

kennen gelernt haben wir uns auf dem Herbsttreffen in Trier. Deine damals so erfrischende Geschichte rührte doch die meisten zum Schmunzeln.

Man merkte schon seinerzeit, dass dieses Pferd wohl mitten ins Herz getroffen hatte.

Der Vorstand des Trakehner Zuchtbezirks wünscht dir und deiner Familie weiterhin unbändige Freude an und mit euren Trakehnern.

Über Nachrichten von deinem weiteren sportlichen Werdegang mit Hot Spot würden wir uns sehr freuen!


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