• Autor: Ulrike Sahm-Lütteken

Bundesweite Trakehner Pachtstutenbörse: Und auch die Hengststation Brähler sichert sich gleich 2 her


Pünktlich seit Jahresbeginn steht fest, dass die beiden Pachtstuten Manou und Polarity in den Züchterstall der aufstrebenden Hengststation Brähler und Herfurth nach Herbstein ziehen.

Manou

als Tochter des Gribaldi und der Mahonie von Tuareg – Corvin

ist hinsichtlich Ausstrahlung, Körperformation und Großzügigkeit der Linien fast ein Abbild ihres unvergessenen Vaters. Wie Millennium aus Stutenfamilie der Martella (von Lingelsheim – Rondeshagen) stammend, vereint sie Kraft, Kadenz, ein starkes Fundament und große Sportlichkeit. Manou brachte bisher vier Fohlen zur Welt, von denen die beiden Töchter der Hengste Fairmont Hill und Herzenbrecher im Züchterstall zur Aufzucht bleiben.

Polarity

von Oliver Twist und der Polarlady von Michelangelo – Nandino xx

aus der Familie der Polarfahrt

ist eine drahtige und äußerst blutgeprägte Stute mit hochinteressanter Abstammung. Frei von Kostolanyblut führt sie Habicht und Miami – als Mutter von Michelangelo und Monteverdi – gleich doppelt im Pedigree. Polarity als Vollschwester der Auktionsspitze Polartwister brachte bisher eine Tochter des Kacyro zur Welt, die bei jedem ihrer Auftritte durch federleichte, elastische und überaus moderne Bewegungen begeistert.

Beide Stuten stehen im Besitz von Ulrike Sahm-Lütteken, die sich erstmals an das Abenteuer Pachtstutenbörse gewagt hat.

„Ich habe vier Stutfohlen aus den letzten Jahren behalten, von denen die ersten jetzt alt genug sind, um gearbeitet zu werden. Weil ich als Reiterin meine selbstgezogenen Pferde unter dem Sattel erleben möchte, war ein Verkauf im Fohlenalter für mich eher uninteressant. Jetzt ist der Stall aber erstmal voll und die beiden Stuten sind zu schade um leer zu bleiben, so dass ich die Plattform der Pachtstutenbörse einfach mal ausprobiert habe“ erzählt die Stutenbesitzerin über ihre Beweggründe.

„Es war erst ein merkwürdiges Gefühl, die beiden so auf dem Präsentierteller zu sehen. Seit Anfang Oktober gab es viele interessante Anfragen und wirklich nette Gespräche aber die Entscheidung war nicht leicht. Ich habe mir viel Zeit gelassen und dieses Vorgehen auch offen kommuniziert.

Letztlich wurde mir immer bewusster, dass ich die beiden zusammenlassen und (wenn überhaupt in fremde Hände) nicht zu weit weg geben wollte.“

Eigentlich hat sich die jetzige Lösung erst über die Silvestertage entwickelt. Michael Herfurth war im Herbst einer der ersten Interessenten, wobei zunächst nur von einer Stute gesprochen wurde. Nach dem „Stammtisch“ in Herbstein am 30.12., anschließenden Gesprächen mit Neel Schoof und Erhard Schulte sowie einer Stippvisite von Heinrich und Michael in der Eifel, stand fest, dass beide Damen nach Herbstein umziehen werden.

Die Stuten haben so viele unterschiedliche und gleichermaßen interessante Eigenschaften, dass man auf ihre Fohlen mit den Herbsteiner Hengsten gespannt sein darf. „Um unsere aufstrebende Hengststation und vor allem die einzelnen Hengste mit ausgewählten guten Stuten und eigenem Management bestmöglich unterstützen zu können, haben wir Ausschau gehalten nach passenden Partnerinnen für unsere Jungs. Wir sind sehr froh, diese beiden Traumstuten gefunden zu haben.“ begründen Michael und Heinrich die aktive Stutensuche.

„Eine innovative und hervorragende Idee, die eigenen Hengste auf diesem Weg zu unterstützen“ finden auch Erhard Schulte und Neel-Heinrich Schoof, die den beiden bei ihren Planungen beratend zur Seite stehen und sich mit ihnen auf die ersten Jahrgänge der Herbsteiner Hengstriege freuen.

Zukünftige Partner für beide Stuten sind natürlich auch schon gefunden. „Als wir die Stuten besuchten und Ulrike die Hengste gesehen hat, wussten wir unabhängig voneinander sofort, wer zum wem passen könnte. Die elegante Polarity mit ihrem interessanten Leistungspedigree geht zum großrahmigen Easy Game-Sohn Sir Easy und Manou, die mit ihrem Rahmen und großzügigen Partien auch nicht so große Hengste vertragen kann, wird Niagara von Kentucky zugeführt“ freut sich Michael Herfurth gespannt auf hoffentlich gesunde und gute Fohlen im Jahr 2020.

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