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  • AutorenbildMechthild Reitz

Nous visitons nos éleveurs de Trakehner en France - ZG Paquis / Heisbourg

Wir starten am Morgen in Rheinland-Pfalz und freuen uns auf unsere französischen Nachbarn, durchqueren Luxemburg und gelangen dann nach Frankreich - Richtung Guissanville.

Im Vorfeld hatten wir angeboten, interessierte Gäste mitzunehmen, so dass neben Konrad Ranzinger auch Ulrike Moeller und Verena Sontheimer uns begleiten.


Schon auf dem Weg zur ZG Paquis/Heisbourg fallen uns die Landstraßen auf. Anders als in Deutschland arbeitet man nur selten mit Leitpfosten, Verkehrsschilder sind auf das notwendigste begrenzt.


Gegen 13 Uhr kommen wir in Gussainville an. Ein kleiner Ort mit 40 Einwohnern mit eigenem Bürgermeister und Gemeinderat, jedoch ohne Kirche und Friedhof.

Wir werden überaus herzlich empfangen und bemerken, welchen liebevollen Platz die Pferde in Huguette Heisbourgs Leben einnehmen.



Wie kam es dazu, sich in Frankreich niederzulassen?

Huguette Heisbourg war auf der Suche nach einem Verkaufspferd und lernte über eine Freundin Fam. Briclot kennen. Hieraus entstand eine freundschaftliche Beziehung, so dass sie jenen ihre sich in Rekonvaleszenz befindliche Trakehner Stute Isabella anvertraute.

Trotz schwieriger Prognose erholte sich die Stute binnen weniger Wochen und konnte wieder beschwerdefrei geritten werden.

Wie der Zufall es wollte, war in dieser Zeit ein neu erbautes Haus zu verkaufen. Sie griff zu, war der Reiz zu verlockend, denn idealer hätte es von der Lage nicht sein können - ein unverbauter Blick in die Ferne und stete Sicht auf die Pferdeweiden.


Seit 3 Jahren lebt Huguette Heisbourg nun weitestgehend in Frankreich und bildete zwischenzeitlich eine Zuchtgemeinschaft mit Fam. Briclot - ZG Paquis / Heisbourg. Sie erwarten in 2024 zwei Fohlen von Grenoble.

Sie besitzen 4 eingetragene Zuchtstuten, eine tragende Vollblutstute und ein Hengstfohlen von Tarison.

Wir besichtigen zudem einen in 12 Rennen erfolgreichen französischen Vollbluthengst (LGS von 145.000 Euro) sowie einen dreijährigen Junghengst von Davidas a. d. Orvita v. Heraldik xx x Nerv.


Wir verlassen Gussainville und fahren Richtung Reims. Dort werden wir übernachten.


Auf diesem Weg liegt Verdun. Um diese Stadt fand 1916 die deutsche Offensive statt, die den "Kriegswillen" Frankreichs untergraben und

eine Entscheidung des Krieges bringen sollte.

26 Millionen Sprenggranaten, 100.000 Giftgasgranaten gingen hier auf engstem Raum 1916 nieder, ca. 6000 Menschen starben pro Tag.

Rund 700.000 Soldaten verloren im Kampf um wenige hundert Meter Boden ihr Leben.

Bis heute ist Verdun ein Symbol für das menschenverachtende Gesicht des ersten Weltkrieges.

Zeugnis dieses Grauens sind die 15.000 weißen Kreuze vor dem Beinhaus von Douaumont. In ihm werden die Gebeine von 130.000 nicht identifizierten Soldaten aufbewahrt.


Wir nehmen uns 30 Minuten Zeit, gehen etwas durch diese Gräberreihen, jedes Kreuz ist mit einem roten Rosenbusch versehen und wir lassen die Gedenkstätte auf uns wirken. Auf jeder Tafel lesen wir den Namen eines gefallenen Soldaten und jedes Mal den Teilsatz: Mort pour la France le .... Datum. - Gestorben für Frankreich

Verdun wurde zum Symbol für die Schrecken eines Massensterbens, die tragische Ergebnislosigkeit des Stellungskrieges und die Gräuel des ersten Weltkrieges.












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